Bundesbüdchen in Bonn

Endlich: Das denkmalgeschützte Bundesbüdchen ist zurück an seinem Platz im ehemaligen Regierungsviertel!
Der 1957 erbaute Kiosk war eine Institution in Zeiten der Bonner Republik. Dann musste er dem World Conference Center weichen. Nun war es soweit: nach 14 Jahren wurde das Büdchen am 17.5.2020 wieder aufgestellt.
Wir sind stolz unseren Beitrag für die erfolgreiche Wiedererrichtung geleistet zu haben. In unmittelbarer Nähe des alten Standplatzes wurde es am Sonntag, den 17.5.2020, von einem Schwerlastkran auf seine neuen Fundamente abgesetzt. Für die neue Gründung und deren Statik waren wir verantwortlich. Die Aufgabe war es, hierbei mit einer reversiblen Bodenplatte eine der drei Hauptwasserleitungen von Bonn zu überspannen.
Mehr dazu:
https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/wdr-story-34137.html

Hallen in Stahlbeton- und Stahlbauweise

Eine Vielzahl von Stahlhallen und Gewerbebauten wurde und wird mit unserer Hilfe errichtet – beispielsweise das Fahrbahndach (ca. 25 x 11 m) und die Erweiterung eines Autohauses.

Beispiel Halle in Meckenheim
Der Bauherr plante eine Lager- und Logistikhalle. Diese sollte die Möglichkeit einer späteren Erweiterung bieten. Dies geschieht durch längs- und querseitigen Anbau gleichartiger Hallen.
Die maximale Ausbaustufe bietet die vierfache Größe der ursprünglichen Halle. Die Halle wurde mit Stahlbeton-
Fertigteilbindern und Stützen errichtet, welche in örtliche Köcherfundamente eingespannt wurden. Die Wände wurden aus Isopaneel ausgeführt, das Dach als gedämmtes Trapezblechdach. Der Baustoff wurde gewählt, um die Brandschutzanforderungen auch nach der möglichen Erweiterung zu erfüllen.

Stahlbau

Stahl- und Stahlverbundkonstruktionen ermöglichen maßgeschneiderte und wirtschaftliche Lösungen, die sich den funktionalen und ästhetischen Ansprüchen jeder Bauaufgabe individuell anpassen.
Technische und anwendungsbezogene Vorteile heben die Stahlbauweise aus gesamtwirtschaftlicher Sicht hervor:
Für die Bauherren ergeben sich die Vorteile aus der kurzen Bauzeit. Durch den Wegfall von Aushärtungszeiten ist eine frühzeitige Nutzung des Gebäudes möglich. Die Planer schätzen die Flexibilität in der Wahl des Tragwerksystems. Weitere Vorteile sind die exakte Terminierung durch weitgehende Vorfertigung, der geringe Umfang der Baustelleneinrichtung und die einfache und geräuschlose Montage.

Aufstockung Fitnessstudio Sport-Treff

Das Fitnessstudio Sport-Treff in Kessenich war ursprünglich eine Squashhalle. Diese wurde als zweigeschossige Stahlhalle erbaut. Der Bauherr wünschte sich eine Erweiterung, er wollte das Gebäude um eine großzügige Saunalandschaft aufstocken.
Die Aufgabe für Statik und Architektur lag darin, das bestehende Gebäude mit einer Tiefe von bis zu 15 m mit einem neuen Geschoss zu überspannen –  ohne größere Eingriffe in den Bestand vorzunehmen. Als Tragwerk haben wir daher ein Stahlfachwerk gewählt, dessen Konstruktion auch einen ansprechenden Eingang in die architektonische Gestaltung des Innenraums fand.

Sanierung Baudenkmal Haus im Turm

Der historische Gebäudekomplex im Zentrum Rhöndorfs geht in Teilen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Das Haus wurde nach den Wünschen des Bauherrn in Büroflächen und ein Restaurant umgebaut. Innerhalb des Gebäudes erfolgten kleinere Umbauten.

Neu errichtet wurde ein architektonisch anspruchsvoller Treppenturm, der die historischen Gewölbe in dem bis zu 5m tiefen Keller mit dem Dachgeschoss verbindet. Hier haben wir unser Wissen im Bereich der Unterfangung von Bestandsgebäuden angewandt.

Ausbau Dachgeschoss Bonn Oberkassel

Der Entwurf für den Ausbau des Dachgeschosses sah den Bau dreier Gauben sowie einer Loggia vor. Der Zugang zu der neu gewonnenen Wohnung sollte durch eine Außentreppe erfolgen. Es handelt sich bei dem Objekt um ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1954. Die angenommenen Belastungen in der alten Statik sahen keinen Ausbau (Einbau leichter Trennwände etc.) vor, da das Dachgeschoss damals nur als Wäscheboden genutzt werden sollte.

Die statischen Reserven in der Decke betrugen 1-2%, was eine neue Belastung durch den Ausbau verhinderte. Um trotzdem den Einbau von Trennwänden sowie von erforderlichen Stützen für die Loggia und die Gauben zu gewährleisten, mussten wir auf zusätzliche Hilfskonstruktionen zurückgreifen.
Eine zusätzliche Decke (z.B. Holzbalkendecke) über der vorhandenen Decke, die die Lasten hätte aufnehmen können, schied aus. Dadurch hätten die genehmigten maximalen Höhen nicht eingehalten werden können. Die hieraus resultierenden Mehrbelastungen für das darunter liegende Mauerwerk wären ebenfalls zu hoch gewesen. Als ein weiteres Problem stellte sich der im ganzen Dachbereich rundlaufende Überzug dar.

Um die zusätzlichen Lasten aus dem Ausbau aufnehmen zu können, sind zwei Stahlträger in die Dachfläche eingezogen worden. Durch die Aufdopplung der Sparren und das Anbringen einer Wärmedämmung erhöhte sich die Belastung der Mittelpfette. Diese wurde daher verstärkt, die daraus resultierenden Auflagerkräfte konnten jedoch nicht mehr durch die vorhanden Holzstützen aufgenommen werden. Die Mittelpfette wurde deshalb ebenfalls an den beiden Stahlträgern aufgehängt. Hierdurch entfielen auch die Zwangspunkte für den Innenausbau durch die Stützen. So hängen an den Stahlträgern die Mittelpfetten, die leichten Trennwände sowie die Teile der Loggia.

Die Auflagerkräfte der Stahlträger konnten durch die Außenwände aufgenommen werden; hierfür mussten nur geringfügige Verstärkungen eingebaut werden. Die Konstruktion der Auflagerpunkte musste die vorhandenen Überzüge überbrücken, um die Horizontalkräfte in die Decke zu leiten.

Wiederaufbau Voliere Museum Koenig

Auf dem Gelände des Museum Koenig in Bonn stand eine einsturzgefährdete Voliere. Der Bauherr wollte dieses 18x8x6m große Zeugnis der Ingenieurkunst aus dem Ende des 19. Jahrhunderts vor dem Verfall retten. Hierzu wurde die Voliere demontiert, denn ihr Grundtragwerk war soweit beschädigt, dass es nicht weiter verwendet werden konnte. Die Gitterelemente wurden gesandstrahlt und entrostet, die Glasscheiben erneuert.
Nach der Rekonstruktion der einzelnen Elemente wurde die Voliere dann auf dem Grundstück des Bauherrn neu errichtet – mit einem neuen Grundtragwerk, das die aktuellen Anforderungen an die Berechnungsnormen erfüllt.

Rheinpalais Bonner Bogen

Auf dem ehemaligen Gelände der Bonner Zementfabrik werden in drei Bauabschnitten Wohn- und Geschäftshäuser mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. Euro errichtet. Das beplante Gelände wird komplett mit einer Tiefgarage unterkellert; im ersten Bauabschnitt werden zehn vier- bis sechsgeschossige Gebäude darauf gebaut.
Diese werden in einer Stahlbetonstützenkonstruktion mit vorgehängten Fassaden errichtet, um dem Nutzer eine größtmögliche Flexibilität in der Grundrissgestaltung zu ermöglichen.

Die besondere Herausforderung für uns war die Erschütterungsentkopplung der Gebäude zur angrenzenden Bahnlinie. Diese werden auf Federelemente gestellt. Ebenfalls erfüllen die Gebäude trotz der offenen Bauweise die Anforderungen an den Erdbebenschutz.
Im Vorfeld haben wir mehrere Varianten des Tragwerks untersucht, um die wirtschaftlichste Lösung für den Investor zu finden. Hierbei half die umfangreiche und aktuelle Softwareausstattung unseres Büros.

Ehem. Wasserwerk Bonn

„Hier am Südzipfel der Bonner Rheinaue liegt in landschaftlich reizvoller Lage das ehemalige Plittersdorfer Wasserwerk. Das Gebäude und seine Chancen für die Umnutzung als Bürogebäude für die SolarWorld AG wurde vom Bauherren und Firmengründer, Herrn Frank Asbeck, vor einigen Jahren entdeckt. Die Funktionen und Nutzungen von bestehendem Wasserwerk einerseits und von geplantem Holdinggebäude andererseits kann man sich unterschiedlicher fast nicht denken. Es war gleichermaßen Wunsch von Bauherr und Architekt, möglichst vieles an prägenden Formen, Farben und Bauelementen zu erhalten, um die Authentizität des Ortes zu bewahren und die technische Anmutung auch in der neuen Nutzung weiter erfahrbar machen zu können.“ (Dipl.-Ing. Ralph Schweitzer)

Das „neue“ Wasserwerk Plittersdorf wurde 1960 als Stahlbetonskelettbau errichtet. Das bis zu 5,00 m tiefe Kellergeschoss ist eine massive schwarze Wanne. Die Konstruktion richtet sich im Inneren klar nach den technischen Anforderungen. Die Bemessung des Tragwerks wird hierbei durch die unterschiedlichen Befüllungen der verschiedenen Wassertanks bestimmt.

Die 2008 errichtete Aufstockung teilt sich statisch in zwei unterschiedliche Bauarten. Die Hallen des Maschinenhauses und der Reinwasserbehälter wurden mit einer Stahlrahmenkonstruktion erweitert. Die neuen Lasten wurden hierzu über ein Trägerrost in die bestehende Stahlbetonkonstruktion eingeleitet. Diese Konstruktion zeichnet sich durch ein äußerst filigranes Tragwerk aus. Die Stützen und Träger ordnen sich der großzügigen Verglasung unter. Der Bereich des Verdüsungsturms, in dem sich die Meetingbereiche sowie der Vorstand befinden, wurde aufgrund der gewünschten Raumnutzung in Teilen neu errichtet.

Die Herausforderung war es, über die bestehende Konstruktion das neue großzügige Raumkonzept mit den langen Spannweiten der Decken abzutragen. Insbesondere die oberste Etage mit ihrer sich weit zum Rhein hin öffnenden Fassade und dem großen Dachüberstand konnte durch die Verwendung verschiedener Baustoffe, die für die einzelnen Situationen ein optimales Verhältnis zwischen Tragfähigkeit und Gewicht brachten, errichtet werden.

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